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Chronische aktinische Dermatitis - CAD

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Informationen für Betroffene

 

Bereich Photodermatologie

Ansprechpartner:
OA Dr. med. B. Lange-Asschenfeldt

 

Was ist chronische aktinische Dermatits?
Chronische aktinische Dermatitis (CAD) ist eine vom Licht hervorgerufene Entzündung der Haut. Zuerst und am stärksten werden die dem Sonnenschein oder künstlich erzeugtem Licht lange Zeit ausgesetzten Stellen befallen. Häufig kommen außerdem durch direkten Kontakt mit Nickel, bestimmten Blumen, Holz, Parfüm, Gummi, Salben u.s.w. allergisch ausgelöste Entzündungen der Haut vor. Fast ausnahmslos sind Männer über 50 betroffen.

Was heißt chronische aktinische Dermatitis?
Die Bezeichnung leitet sich von vier griechischen bzw. lateinischen Worten ab. Chronisch heißt langwierig und kommt von "die Zeit". Aktinisch bezieht sich auf "aktis", den Strahl. "Derma" ist die Haut und "-itis" bedeutet -entzündung.

Warum wurde ich von CAD befallen?
Die eigentliche Ursache ist unbekannt. Möglicherweise reagiert das Abwehrsystem des Körpers überschießend auf die kombinierte Einwirkung der genannten Allergie-Auslöser und Licht.

Ist CAD gefährlich?
Lebensbedrohlich ist die Krankheit nicht. Aber die Haut kann so stark betroffen werden, daß sich Veränderungen in der Lebensweise nicht vermeiden lassen.

Kann ich wieder gesund werden?
Bei Einigen bessert sich der Zustand der Haut im Laufe der Jahre langsam aber sicher von selbst. Die Meisten aber müssen lernen, mit der Krankheit zu leben. Das heißt vor allem, Sonne und - falls bekannt - Allergieauslöser so gut wie irgend möglich zu meiden.

Woran erkenne ich, daß ich an CAD erkrankt bin?
Nicht immer ist es von Anfang an offensichtlich, daß die Hautprobleme vom Licht herrühren. Oft zeigt sich CAD zunächst als Kontaktekzem. Das ist eine allergisch entstandene Entzündung der Haut. Sie beginnt mit lästig juckenden Rötungen an den Körperstellen, die mit Nickel, bestimmten Blumen u. s. w. in Kontakt gekommen waren. Erst später wird die Lichtempfindlichkeit offenkundig. Die ständig dem Licht ausgesetzte Haut (Gesicht, Nacken, Handrücken) ist am stärksten befallen. Die durch Kleidung oder auch vom Uhrarmband bedeckte Haut bleibt ausgespart. Die Meisten klagen über äußerst lästigen Juckreiz.

Sind besondere Untersuchungen erforderlich?
Ja. Damit will man andere Hauterkrankungen wie Ekzeme oder durch Arzneimittel verursachte Lichtempfindlichkeit abgrenzen. Zudem ist es für eine gezielte Behandlung gut zu wissen, ob UVA, UVB oder Licht nicht vertragen wird. Allergie- und Lichtteste an der Haut sind schmerzlos und verursachen meist sonnenbrandartige Entzündungen auf den wenige Quadratzentimeter großen Teststellen.

Wie soll sich der an CAD Erkrankte verhalten?
Regel Nr. 1 heißt: Dem gesunden Menschenverstand folgen. Meiden Sie direkte Sonneneinstrahlung, besonders während der lichtintensiven Tageszeit von 11 bis 15 Uhr Sommerzeit. Tragen Sie lichtschützende Kleidung wie einen breitkrempigen Hut, langärmelige Hemden, langbeinige Hosen und Handschuhe. Das alles aus dicht gewebtem Material. Stoff, durch den Licht schimmert, ist auch für UV-Strahlen stärker durchlässig. Tragen Sie ein gutes Sonnenschutzmittel eine halbe Stunde vor jedem Gang ins Freie auf die unbedeckte Haut auf. Typ und Stärke des zu Ihnen passenden Sonnenschutzmittels ergeben sich bei den erwähnten Lichttestungen. Sonnenschutzmittel verleihen zusätzlichen Schutz. Keineswegs dürfen sie zu längerem Aufenthalt in der Sonne verführen.

Woran erkennt man ein gutes Sonnenschutzmittel?
In der Regel sind dem lichtempfindlichen Hautkranken stark wirksame Sonnenschutzmittel mit Sonnschutzfaktor (SPF) 25 oder mehr zu empfehlen. Das Mittel soll vor UVA und UVB schützen. Wie alle wirksamen Mittel können auch Sonnenschutzmittel unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen. Besonders zu empfehlen sind Sonnenschutzmittel, die mikronisiertes (sehr fein zermalenes) Titandioxid oder Zinkoxid enthalten.

Sind Kortisonsalben sicher?
Ja, bei richtiger Anwendung. Hierzu wird bald ein spezielles Informationsblatt erscheinen.

Kann die Behandlung auch mit Tabletten erfolgen?
Ja. In schweren Fällen werden immunsuppressiv wirkende Tabletten angewandt. Diese Tabletten enthalten Wirkstoffe, die das Immunsystem zumindest teilweise bremsen. Wie bei jeder ärztlichen Behandlung müssen auch in solchen Fällen mögliche Vorzüge gegen mögliche unerwünschte Wirkungen abgewogen werden. Diskutieren Sie das mit Ihrem Hautarzt.

Muß der an CAD Erkrankte mit einem erhöhten Krebsrisiko rechnen?
Nach gegenwärtigem Wissensstand nicht.

Ist CAD ansteckend oder erblich?
Nein.

Wie sind die langfristigen Aussichten?
Gut. Qualifizierte medizinische Untersuchung und Testung hilft erheblich, die schädigende Strahlung und provozierende Chemikalien zu meiden. Wenn sie die schädigende Strahlung und Chemikalien kennen, lernen die meisten rasch, was wie zu meiden ist und bekommen die sonst langwierige Erkrankung gut in den Griff.

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